50 Jahre Mondlandung – aber wann fuhr eigentlich das erste Auto auf dem Mond?
Wir haben uns das „Lunar Roving Vehicle“ mal etwas genauer angesehen.
1971 – seit der revolutionären ersten Mondlandung sind bereits zwei Jahre vergangen. Die NASA macht sich mit Apollo 15 am 26. Juli erneut auf den Weg zum Erdtrabanten. Mit dabei ist das erste Fahrzeug, das die Astronauten nach der Landung zu Mondautofahrern machen wird. Doch die lunare Mobilität hat ihre Tücken.
In erster Linie sollte das Lunar Roving Vehicle, kurz LRV, eine schnellere Fortbewegung und einen einfacheren Probentransport auf dem Mond ermöglichen. Hergestellt von Boeing, wurde es so konstruiert, dass es zusammengefaltet zum Mond transportiert werden konnte und dort nach dem Aufbau bei nur einem Sechstel der Erdanziehungskraft einsatzbereit war. Sein Gewicht, das auf der Erde noch 210 Kilogramm entsprach, reduzierte sich auf dem Mond auf nur noch 35 Kilogramm.
Foto: NASA
Den höchsten Komfort, den der knapp drei Meter lange und einen Meter hohe „Moon Buggy“ den ersten Autofahrern auf dem Mond, David Scott und James Irwin, bieten konnte, waren Sitze aus Aluminiumrohren, bespannt mit Nylonbändern. Auch das Chassis war aus Aluminiumrohren gefertigt und vier Räder aus gewebtem Aluminium versehen mit einem Titanleistenprofil, wurden von je einem Elektromotor angetrieben. Die kombinierte Leistung des Antriebs, der eine Geschwindigkeit von 13 km/h ermöglichte, entsprach genau EINEM Pferd und die Batterie bot eine Reichweite von 100 Kilometern.
Erster Mondautofahrer David Scott
Für die Wendigkeit war eine Doppelachsenlenkung vorgesehen, jedoch erfolgte noch vor der ersten Mondautofahrt die erste Mondautopanne. Das Lenksystem der Vorderachse erwies sich als Defekt und so musste Scott das 38 Millionen Dollar Fahrzeug ausschließlich mit der Hinterachse lenken. Zur Ausstattung des LRV zählten auch Sicherheitsgurte, welche jedoch nicht über die Raumanzüge der Astronauten passten. Also hieß es für die Mondautofahrer „festhalten“, denn laut Irwin war es ein ziemlich wilder Ritt. Bei riesigen Felsbrocken, Staub und Kratern auf der Strecke, half dann auch keine Bedienungsanleitung mehr...
Join In
Comments (2)
Eines der teuersten Autos der Galaxie!
Und nicht mal ein Radio verbaut... 😁