- Bild: Porsche AG

Der neuer Porsche Speedster macht seiner Geschichte alle Ehre

Produktionsstart ist Mitte 2019!

2y ago
2.5K

Mitte 2019 ist es so weit, der neue Porsche 911 Speedster wird Realität. Gefertigt werden exakt 1948 Exemplare des offenen, handgeschalteten „Genussfahrzeugs mit alltagstauglicher Motorsporttechnik“ (die Wortwahl von Porsche, nicht meine).

Die Basis lieferten der 911 R von 2016 und der 911 GT3. Doch wer den eigentlichen Ursprung des Speedsters ergründen möchte, muss sehr viel tiefer in die Geschichte von Porsche eintauchen.

1948

Im Jahre 1948 eröffnete der 356 Roadster die Ära des Porsche Sportwagens. Ein historisches Jahr für Porsche, welches sich in der limitierten Stückzahl des brandneuen Speedsters niederschlägt.

Bild: Porsche AG

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Doch der erste Porsche Speedster stammt aus dem Jahr 1954. Vorbild war der für den amerikanischen Markt entwickelte 356 America Roadster, der es mit 70 PS zu einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h brachte. Nicht schlecht für die 1950er, doch mit einer Auflage von 16 Stück nur der Grundstock für alles was noch kommen sollte.

Die zündende Idee lieferte US-Importeur Max Hoffmann: Ein offener Porsche für unter 3000 Dollar, perfekt für die sonnige Küste der USA. Gespart wurde an der Ausstattung, was aber dem Erfolg des ersten Porsche 356 SPEEDSTER keinen Abbruch tat.

Bild: Porsche AG

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Auch war der erste Serien-Porsche, der eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h erreichen konnte, ein Speedster. Der, mit dem klingenden Namen 356 A 1500 GS Carrera GT von 1957.

Der 911 wird zum Speedster

Erst im Jahr 1988 wird auch der 911 zum Serien-Speedster. Die offene Variante der G-Serie basierte auf dem 911 Carrera, der zum dachlosen Fahrspaß 231 PS beisteuerte. Von der ursprünglichen Idee eines günstigen Spaß-Fahrzeugs entferne man sich allerdings immer weiter. Kostete der 1988 Speedster noch 110.000 DM, so schlug das Nachfolgermodell der Generation 964 im Jahr 1993 schon mit 131.500 DM zu Buche - und zwar ohne Extras.

Bild: Porsche AG

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Abgesehen von einer höchst exklusiven, nur zweimal existierenden Speedster Version der Generation 993 aus den 90ern, dauerte es bis 2010 bevor ein neuer Speedster das Licht der Welt erblicken konnte. Mit 408 PS aus dem 3,8 Liter Sechszylinder Boxermotor war der 997-basierende Speedster das Highlight des 25-jährigen Porsche Exklusiv Manufaktur Jubiläums. Die 356 Zweisitzer gingen für 201.683 Euro pro Stück über die Ladentheke.

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Heute

Neun Jahre später ist es also wieder so weit. Noch dieses Jahr werden die hochdrehenden 510 PS starken Vierliter-Boxermotoren aus dem GT3 in die dachlosen Sportwagen gepackt, um sich einmal mehr Speedster zu nennen. Optisch orientiert sich Porsche dabei mehr denn je an seinem Urahn, dem 356 Roadster.

Bild: Porsche AG

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Auf Wunsch gibt es sogar noch mehr Retro-Look. Mit dem Heritage Design-Paket werden die 50er und 60er im schwarz/cognac-farbigen Interieur, in der weiß lackierten Frontmaske plus vorderen Kotflügeln und in den angebrachten Motorsport-Grafiken und Porsche-Emblemen, widergespiegelt. Die zweistellige Startnummer kann dabei frei gewählt werden - mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 in 4,0 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h durchaus nicht verkehrt bei der nächsten Begegnung auf der Rennstrecke.

Bild: Porsche AG

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Comments (12)

  • Die Felgen in wagenfarbe ich krieg zu viel 😍

      2 years ago
  • Ich mag zwar keine Autos ohne Dach, aber das ist mal ein tolles Teil.

      2 years ago
    • Ich find es ja immer schwierig wenn sich Hersteller an alten Designs orientieren. Aber das ist mal ein positives Beispiel.

        2 years ago
  • Schöner Artikel 👌🏾

      2 years ago
  • Sehr, sehr Geil!

      2 years ago
  • Baby-Blau ist nicht mein Ding - aber der Speedster ist cooler als das Cabrio! Wie auch immer: Autos ohne Dach braucht man am Strand oder in Kalifornien.

      2 years ago
    • Trotzdem ist er irgendwie besonders... teuer! Wenn ich das Geld hätte, würde ich mit ihm direkt auf den Strand fahren!

        2 years ago
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